Sonntag, 4. November 2018

Kind 2.0: Lohnt sich die Anschaffung? – Features, Vorteile, versteckte Kosten



Viele Verbraucher denken derzeit nach über die Anschaffung eines KI.N.D. – erhältlich in den Varianten M und W. Wir haben nachgeforscht und gehen verschiedenen Fragen nach: Was haben die Modelle für Features? Welche Vorteile gibt es durch die Softwareupdates? Gibt es versteckte Kosten?

Wir haben uns vor zwei Jahren ein KI.N.D. angeschafft. Wir haben die Anschaffung dieses Produkts bis jetzt nicht bereut. Besonders beeindruckt waren wir von Anfang an vom Design des Frontends. Hier besonders von den glänzenden optischen Sensoren. Vor allem die primäre Recheneinheit hat vom Hersteller wirklich eine besonders liebevolle Gestaltung erhalten. Auch und vor allem im Ruhemodus kommt dieses Feature besonders gut zur Geltung. Da das Produkt kontinuierlich weiterentwickelt wird, handelt es sich hier fast immer um Unikate und Einzelanfertigungen. Nur selten werden zwei oder drei Modelle mit gleicher Gestaltung zusammen ausgeliefert.

Alles in Allem sind wir mit unserem Modell sehr zufrieden. Lediglich der Audiooutput hat einige unkontrollierte Peaks. Und leider ist man bis zur vollständigen Installation der Sprachsoftware bis Version 2.6 bei der Fehlersuche auf die leicht variierende Tonausgabe dieser schlecht justierten, kreischenden Audioeinheit angewiesen. Hier sollte der Hersteller noch einmal nachbessern, um eine einfachere Fehlerlokalisierung zu ermöglichen.


Aber Achtung: Das Plugin „Mute“ verträgt sich möglicherweise nicht mit Version 1.1 oder höher und kann später zu Komplikationen führen.


Eingeschränkte Mobilität und Hardwarenachrüstung
In den ersten Monaten nach der Auslieferung bildet Ihr Modell eine relativ stationäre Recheneinheit, die man aber dank des geringen Gewichts relativ einfach von A nach B transportieren kann. Dabei muss man lediglich darauf achten, das Produkt ausreichend vor Kälte zu schützen und ab und an SchmierMilch nachzufüllen, um das fachgerechte Funktionieren der Hardwarebauteile zu gewährleisten. Aber Vorsicht: Bei häufigem Transport können hier schon hohe Kosten beim Kauf von Zubehör beim Drittanbieter entstehen. Jedoch raten wir auf jeden Fall mindestens zum Kauf einer manuellen Schiebe-Transporteinrichtung. Ein absolutes Must-have.

Bis zur Version 1.01Alpha werden verschiedene Softwareupdates zum Ausbau der Mobilität nachgerüstet. Das Produkt lässt sich mit etwas Mühe ab Version 0.6 dazu bewegen sich selbstständig von A nach B zu begeben. Da die meisten Modelle bis dahin stark an Gewicht und Größe zugenommen haben, kam uns dieses Feature sehr gelegen.

Dass das Modell ohne Zähne ausgeliefert wird, ist ein bekannter Bug, der gerne von den Herstellern als Feature bezeichnet wird. Zähne werden automatisch in den Versionen 0.3 bis 2.5 nachgerüstet. Das vom Hersteller angepriesene Lächeln kommt allerdings danach nicht mehr ganz so makellos zur Geltung.

Günstige Anschaffung – hohe Folgekosten
Die Anschaffung ist an sich recht günstig. Auch wenn noch beim Zusammenbau regelmäßig Funktionen und korrekte Montage durch den Serviceanbieter überprüft werden müssen und der Checkup mit geringen Kosten verbunden ist, so sind diese Kosten im Großen und Ganzen recht niedrig angesiedelt. Aber schon kurz nach der Auslieferung merkt der Besitzer schnell, dass Reinigung, Pflege und Wartung hohe Ausgaben verursachen.

Vor allem bei Drittanbietern lauern versteckte Kosten. Bei dem Produkt handelt es sich generell um ein Auslaufmodell, dass durch seine Oberflächenbeschaffenheit leicht dreckig wird. Der Verlust an Flüssigkeiten durch verschiedene Öffnungen ist ein bekannter Bug, der bis jetzt noch nicht behoben werden konnte. Der Bedarf an Reinigungstüchern und Pflegematerialien ist im ersten Jahr nach der Anschaffung daher immens. Von billigreinigungsmitteln raten wir übrigens ab, da die Außenhülle und das Frontend eine sehr empfindliche Oberfläche besitzen, die sich bei unsachgemäßer Behandlung leicht unschön verfärben kann.

Ihr KI.N.D. ist zum einfachen Stoffwechsel in der Lage. Doch das Innenleben ist noch unausgereift, es kann zu Verstopfung und Inputstau kommen. Zur regelmäßige Kontrolle des Ausgabeschachts wird dringend geraten.

In speziellen Zubehörläden gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Hüllen für Ihr KI.N.D. Je nach Modell gibt es aber leider nur eine begrenzte [Farbauswahl]. Die Menge an Zubehör scheint unerschöpflich. Hier müssen sie ganz genau schauen, was wirklich notwendig ist, denn nicht alle Zubehörteile werden auch für Ihr Modell tatsächlich benötigt. Wirklich störend jedoch ist, dass die Hardwarekomponenten mit jedem Versionsupdate größer ausfallen und ständig neue Hüllen benötigt werden. Das kann ganz schön ins Geld gehen.

Ein ebenfalls nicht zu unterschätzender Kostenfaktor ist der Umstieg des Verbrennungsmotors vom SchmierMilch auf Zellulose, die schrittweise zwischen Version 0.5 und 1.2 Beta erfolgt. Die Zusammensetzung des Gemischs nimmt Einfluss auf die Funktionsfähigkeit des gesamten Apparates.

Software programmieren erst ab Version 2.0 möglich?
Häufig beschweren sich Verbraucher, dass eine Softwareprogrammierung erst ab Version 2.0 möglich sei. Doch das ist falsch. Kleinere Softwareupdates gibt es sogar schon vor Version 1.0 Beta. Alle Updates sind übrigens im Kaufpreis inbegriffen. Wenn keine grundlegenden Fehler im Quellcode enthalten sind, werden umfangreichere Softwareupdates für die Versionen 0.5, 0.6, 0.8, 0.10, 0.11 und 1.0 bereitgestellt. 

Leider sind diese Updates sind nicht angekündigt, sie laden sich teilweise nicht automatisch herunter, sondern müssen manuell installiert werden. Eine Supportanfrage beim Serviceanbieter bringt in den meisten Fällen wenig.

Aufwendiger Installationsprozess
Für die Installation der Updates wird nicht selten Fachwissen benötigt. Im Handel sind mehrere Nachschlagewerke zu den verschiedenen Versionsupdates erhältlich. Bei einigen Updates ist der Installationsprozess sehr langwierig und aufwendig, aber die Updates lohnen sich und bringen tolle neue Features.

Die Programmierung der Spracheinheit ist hingegen besonders einfach gehalten. Ein einfaches Aussprechen des zu lernenden Wortes genügt und Ihr Modell wird dieses normalerweise selbsttätig nachsprechen. Doch Vorsicht bei der Programmierung der K.I.: Kind 2.0 lernt in entsprechender Umgebung selbstständig dazu und arbeitet selbsttätig am Ausbau des Wortschatzes. Es gibt zahlreiche Mods. Allerdings sollte man die Mods nicht wild miteinander kombinieren.

Die meisten Besitzer eines K.I.N.D. haben sich dieses lediglich wegen des Programmierspaßes zugelegt. Nur wenige haben ihr Modell versehentlich bestellt (Rückgaben werden vom Hersteller grundsätzlich ausgeschlossen). Bereits mit Version 1.3 kann man dem K.I.N.D. kleinere Aufgaben geben, die es mühelos lösen kann. Ab Version 1.6 steigt der Programmierspaß rasant an. Ein Speicherupdate der Recheneinheit erlaubt auch größere Datenmengen gekonnt zu verarbeiten und auszugeben. Das kann allerdings auch zu einem gewissen Suchtverhalten führen, man kümmert sich nur noch um das Modell. Hier empfehlen Spezialisten wieder auf bisherige Sozialkontakte zurückzugreifen, um wieder vom K.I.N.D. loszukommen. Wir sind mit den bisherigen Features und Softwareupdates jedenfalls vollends zufrieden und sind gespannt auf die nächsten Versionen. Deshalb vergeben wir 5 von 5 Sternen.


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